Mittwoch, 5. Dezember 2007

Brüssel mit Zsuzsi (31.10.-3.11.)

Über Allerheiligen/ Allerseelen war ich mit meiner Zsuzsi für 3 Tage in Brüssel (obwohl diese Feiertage komischerweise in Norwegen gar nicht frei sind; generell gibt es hier kaum offizielle Feiertage). Sie ist von Wien und ich von Oslo nach Brüssel geflogen, da es viel teurer gewesen wäre wenn sie einen Flug von Wien nach Oslo gebucht hätte. Was macht man also, wenn man für nur 2 ganze Tage in Brüssel ist......


...natürlich trotzdem Sightseeing, wenn auch nur die bekanntesten Sachen. Das hier ist am Grand Place in der Innenstadt...


...immer noch der Grand Place. Irgendwie erinnert mich die Stadt an Wien, es ist irgendwie eine Mischung aus alten Bauten einerseits und neueren Wolkenkratzern und modernen Bürogebäuden andererseits. Ich war ja eigentlich schon mal vor ein paar Jahren hier, also war es ganz nett wieder einmal alte Erinnerungen aufzufrischen.


Der obligatorische Besuch beim Manneken Pis, einem der Wahrzeichen der Stadt und auch Ausdruck einer sehr eigenen Vorstellung von Humor....


...so gab es in unserem Hostelzimmer anstatt einer Lampe nur so einen Leuchtwürfel....Die spinnen, die Belgier :)
Ende Oktober

Da mein letztes Update ganze 1 1/2 Monate her ist, ist es nun wieder längst an der Zeit ein paar Zeilen zu schreiben. Das verspätete Update ist auf meine Prüfungen zurückzuführen, die alle 3 innerhalb der letzten Novemberwoche stattgefunden haben; nun habe ich aber wieder etwas Zeit für solch wichtige Sachen wie mein vernachlässigtes Onlinetagebuch :)


In den letzten Oktobertagen habe ich mit Rene einen Ausflug zum Weihnachtsdorf gemacht, welches außerhalb der Stadt liegt (eine Stunde mit dem Bus vom Zentrum aus). Dieses besteht aus mehreren kleinen Häuschen, in welchen man selbstgemachte Spezilitäten (Apfelmost, verschiedene Wurstsorten), Schokolade (mein Favorit) und auch selbstgeblasene Glasprodukte kaufen kann.


Wie man hier sieht ist das ganze Dorf recht idyllisch und ideal um diverse Weihnachtseinkäufe zu erledigen. Trotzdem befindet sich mittendrin auch ein riesiges 3-stöckiges Einkaufszentrum :) (in dem übrigens auch Tyril, meine norwegische Mitbewohnerin im Heim, arbeitet)


Wenn das ganze Dorf in Schnee gehüllt ist, sieht es wahrscheinlich noch besser aus. Ende Oktober war es wie man sieht recht ausgestorben.



Das hier sind Caroline und Magrethe, die beide in unterschiedlichen Kursen von mir gewesen sind. Komischerweise habe ich sie noch nie zusammen gesehen, aber sie haben sich anscheinend öfter über mich unterhalten und wollten unbedingt mit mir essen gehen, woraufhin wir dann in ein billiges pakistanisches Lokal gegangen sind. Nachher gabs dann bei Magrethe selbstgemachte Crepes mit einigen französischen Spezialzutaten, was recht lecker war. Somit hat sich für mich nicht das Voruteil bestätigt, dass NorwegerInnen kalt und verschlossen sind. Generell waren die meisten Einheimischen die ich getroffen habe sehr nett und auch an sozialen Kontakten interessiert. Naja, vielleicht habe ich ja auch einfach nur Glück gehabt....:)

Mittwoch, 24. Oktober 2007

12. Woche

Am Dienstag waren wir mal im Cafe Mono, welches mir jetzt schon besser als die Garage gefällt und neben dieser einer der großen Indie-Institutionen in Oslo ist (das Bier ist deswegen aber auch nicht billiger...). Hier die leere Bühne (hat ja meiner Meinung was sehr Ästhetisches das Foto) ...

...auf welcher jedoch bald diese 4 jungen Herren gespielt haben. Wohl knapp über der Altersbeschränkung von 18 haben sie um 1/2 10 angefangen und sind dann ja auch um 10 fertig gewesen (länger hätten sie ja wohl auch nicht bleiben dürfen! -> Mindestalter für den Club ist nämlich 22!) Ansonsten waren sie eine Mischung aus Noise Conspiracy, Hives und Libertines, also nicht sonderlich originell, aber gerockt hats zumindest. Der Sänger sieht ja auch aus wie Dennis Lyxzen, und zum Verwechseln ähnlich wie die Noise Conspiracy haben sie sich auch angezogen... naja, innovativ ist was anderes...

Hier haben sich im Eck des stilsicher eingerichteten Mono Nina, Andrea, Elena, Lena und ihre Freundin Simone niedergelassen.


Die nächste Band hat mir dann schon besser gefallen! Stilistisch an Sonic Youth angelehnt kann man ja auch nicht viel falsch machen (Dunderhonning heißt die Band, sie haben auch eine eigene MySpace Seite, falls euch das interessiert, Michi und Thomas :)

Wenn der Sänger hier nicht Thurston Moore ähnlich sieht, weiß ich auch nicht mehr....:)

Ansonsten haben wir letzte Woche noch "Monster Thursday" auf der Uni angeschaut. Im Rahmen dieses wöchentlichen Filmabends werden immer norwegische Filme gezeigt. Ursprünglich sollte ja "The Pathfinder" gezeigt werden (der auch eine Oscarnominierung für den besten ausländischen Film bekommen hat), jedoch hatten sie diesen Film nur auf Saami mit norwegischen Untertiteln...
Hier wird es jetzt auch schon ziemlich früh dunkel, so etwa um 7 bis 1/2 8 und auch auf der Uni gehts momentan ein bißchen stressiger zu (heute hat meine 3. Lehrveranstaltung angefangen) und auch die Prüfungszeit wirft schon ihre Schatten voraus ... aber da die Tage jetzt eh kürzer werden bleibt ja auch genug Zeit zu lesen :) Trotzdem gehts nächste Woche auf nach Brüssel, wo ich mich wieder mit meiner Zsuzsi treffe.
Am Sonntag hatte Lena...
...Geburtstag, was natürlich (schon am Samstag) gefeiert werden musste! Deshalb haben...

...ich, Nina und Andrea...

...was gebacken! Das hätten eigentlich 50 Muffins werden sollen, aber nachdem wir keine Förmchen zur Verfügung hatten, sondern nur ein Backblech wurden daraus so eine Art Brownies. Auf jeden Fall sehr lecker (und natürlich vegan!)

Hier freut sich Lena gerade über ihr (nein!, nicht Surfbord), sondern neues Bügelbrett, auf dem wir alle unterschrieben haben. Dann steht ja dem Bügelvergnügen nichts mehr im Wege :)


Ansonsten höre ich seit letzter Woche beinahe durchgehend die neue Radiohead, die mir sehr gut gefällt! Würd mich mal interessieren was ihr (Michi, Markus, Anki) so davon haltet...
11.Woche

Jeden Donnerstag findet im Amatoren eine Art Pubquiz statt, bei welchem ich jetzt dann auch schon zweimal war.


Hier ist unsere lustige Raterunde, bestehend aus Lena, Stefan, Maren (und Richard). Später waren wir dann noch auf einer BI-Party (die BI ist sozusagen die WU in Oslo, inkl. dementsprechendem Dresscode :) Naja, der Eintritt war natürlich nur für BI-Studenten gratis, was das ganze auch nicht gerade sympathischer macht (bin aber trotzdem noch gratis reingekommen). Alles was sich dann drinnen abgespielt hat hat mich irgendwie an ein amerikanisches Hip-Hop Video erinnert ...schräg, aber witzig! Um 3 war natürlich wieder mal Schluss.

Leider ist Anki diese Woche aus persönlichen Gründen schon nach Deutschland zurückgekehrt, und wir vermissen sie jetzt alle schon! Nach zwei Abschiedsparties hieß es dann am Dienstag Abschied nehmen...Wünsch dir auf diesem Wege noch mal alles Gute! (und man sieht sich dann in Wien bzw. Berlin! :)

Hier nochmal ein herbstlicher Eindruck auf dem Weg zur Uni...
Anschließend sind wir dann zum Vettakollen hinaufgewandert, von dem aus man einen wunderschönen Blick über die Stadt hat.

Man kann hier auch schön die Inseln sehen, die Oslo vorgelagert sind. Hier ist man wirklich innerhalb einer Stunde auf dem Berg und innerhalb einer Stunde auf einer Insel... Rechts hinten mündet übrigens der Fjord ins Meer.

Vom Vettakollen kann man auch direkt den Holmenkollen sehen (hier hinten zu erkennen). Nach unserem kurzen Wanderausflug (ca. 1 Stunde hinauf) haben wir uns dann im Amatoren "Blood Diamond" angeschaut, der mir trotz einiger Hollywoodklischees doch recht gut gefallen hat.
Diese Woche war gerade die "Woche des Rechts auf Wasser" und überall in der Stadt gab es Veranstaltungen rund um das Thema ....ähm.....Wasser. Leider waren 95% davon auf Norwegisch, aber am Samstag wurde im dem Jazzbeisl "Blaa" ein englischer Dokumentarfilm ("A world without water") gezeigt, den ich mir dann mit Rene angesehen habe. Das Blaa (norw. für blau) ist eine Mischung aus Arena und WUK, alles voll mit Graffiti und es finden auch öfter Workshops und künstlerische Aktionen dort statt.

Das hier ist Giardia, eine Austauschstudentin aus Spanien, mit der wir auch öfters mal was unternehmen.... :) ...... Lustigerweise ist uns letzte Woche die wahre Bedeutung des freien Zuganges zu Trinkwasser schlagartig bewusst geworden, da das Wasser in Oslo vom Giardia-Parasiten (und einigen anderen auch noch) befallen war und wir deshalb unser Trink- (bzw. Zahnputz) Wasser immer aufkochen mussten. Die Medien haben hier auch eine ziemliche Hysterie erzeugt, im Endeffekt konnten wir aber aber nach gut 5 Tagen wieder das Wasser aus der Leitung verwenden (obwohl in den Medien auch schon von 7 Monaten die Rede war!) Die Geschäfte haben in dieser Zeit auf jeden Fall einen ziemlichen Umsatz mit Mineralwasser gemacht :)



Am Sonntag haben wir uns dann an einem wunderschönen Herbsttag beim Sognsvann eingefunden, Gitarre gespielt, geslacklined, gequatscht und vor allem gesonnt.